23.04.2026

Ein Ort der niemals stillsteht

Während sich Räume verändern, kommen Züge an. Menschen bewegen sich zielstrebig durch die Hallen, direkt neben einer Baustelle, die eng mit dem Betrieb verknüpft ist. Der Hauptbahnhof Zürich ist kein abgeschlossener Ort.

 

«Ein Umbau mitten im laufenden Bahnbetrieb, bei dem jeder Schritt sitzen muss.» - Sandro Usznula, Projektleiter RPG

 

Unsere Baumanager Sandro Usznula, Lars Rumpel und Wilson Saq koordinieren täglich Sicherheit, Etappierung, Zugänglichkeiten und die Abstimmung mit dem Bahnbetrieb. Viele Entscheidungen entstehen direkt auf der Baustelle. Jede Massnahme wirkt sich unmittelbar auf den Betrieb und auf die nächsten Schritte aus.

 

Digitale Vorbereitung und Begehung

Unsere Begleitung begann im 2023, lange vor der Ausführung.

In dieser Zeit erarbeiteten wir erste Kostenberechnungen und legten zentrale Projektgrundlagen fest. Parallel dazu wurde das digitale Setup mit «Autodesk Forma» aufgebaut. Heute laufen darüber Pläne, Pendenzen, Freigaben und die gesamte Projektdokumentation.

Nicht alle Räume waren jederzeit zugänglich. Besonders in sensiblen Bereichen mit Polizei und betriebsrelevanten Nutzungen galten strenge Sicherheitsauflagen. Um dennoch fundiert planen zu können, erstellten wir ein Cupix-Fotogrammetriemodell. Die 360 Grad-Aufnahmen machten diese Zonen digital begehbar.

Planerinnen, Fachplaner und interne Stellen konnten früh Einblicke gewinnen, Details prüfen und Entscheidungen vorbereiten. Viele Abstimmungen fanden statt, bevor jemand physisch vor Ort war. Das reduzierte Begehungen, sparte Zeit und erhöhte die Planungssicherheit.

 

Was sich im Inneren verändert

Im Inneren laufen mehrere Arbeiten parallel. Bestehende Strukturen werden freigelegt, neue Nutzungen vorbereitet und technische Systeme erneuert.

Mit dem Umzug des SBB Reisezentrums in den Südtrakt wird die ehemalige Halle im Nordtrakt neu genutzt. Der Bereich wird vollständig umgebaut und neu organisiert. Nike wird neuer Ankermieter rund um das Atrium. Gleichzeitig bleiben denkmalgeschützte Bauteile erhalten und werden technisch auf den aktuellen Stand gebracht. Die Planung erfolgt durch Spillmann Echsle Architekten, die Koordination liegt bei unseren Projektleitern.

Parallel dazu entstehen neue Räume für die Bahnpolizei, die Gepäckaufbewahrung sowie weitere interne Nutzungen der SBB. Unterschiedliche Anforderungen treffen hier auf engem Raum aufeinander und müssen präzise aufeinander abgestimmt werden.

 

Eindrücke

Je weiter wir uns durch die Baustelle bewegten, desto deutlicher wurde, wie viele Abläufe gleichzeitig stattfinden.

Larissa Frei, Zuständige Projektsupport-Mitarbeiterin im Projekt: «Ich fand es eindrücklich zu sehen, dass auf anderen Stockwerken die SBB Mitarbeitenden ganz normal weiterarbeiten, während unten und oben ganze Bereiche neu gebaut werden.»

«Der laufende Betrieb setzt klare Rahmenbedingungen. Unsere Aufgabe ist es, innerhalb dieser Grenzen Lösungen zu finden, die funktionieren – technisch, organisatorisch und im Zusammenspiel aller Beteiligten.» – Sandro Usznula

In enger Zusammenarbeit mit der SBB, Spillmann Echsle Architekten und den Fachplanern entsteht Schritt für Schritt ein neuer Teil des Hauptbahnhofs. Still, präzise und unter Betrieb. 

Der Nordtrakt verändert sich laufend. Der Betrieb läuft weiter. Dazwischen ein Team, das koordiniert, abstimmt und Entscheidungen dort trifft, wo sie nötig sind.

 


 

Vorherige Einblicke zum Projekt

 «Nachtschicht über den Dächern von Zürich »

«Baustellen-Zmittag am HB Nordtrakt»

Referenzprojekt

21-IMG_3202250522~2.JPG250522~3.JPGDach 4Dach 6IMG_3107.jpegGruppe 0Tickethalle