Hoch über den Bäumen, mit Blick auf den Rheinfall, startete der vollgepackte Tag früh morgens für die Seilpark-Gruppe. Für einige Routine, für andere Überwindung. Höhenangst kennt keine Funktion. Es wurde gezittert, gesichert, angefeuert und gejuchzt.
Während sich ein Teil des Teams durch Netze, Hindernisse und über Ziplines bewegten, wählten andere bewusst den ruhigeren Weg. Ohne Sicherungsseil, mit Bewegung rund ums Rheinbecken.
Es war warm, schwül, die Beine wurden müde. Der Wechsel aufs Wasser kam genau richtig. Die Crew vom «Schiffmändli» bewirtete uns vorzüglich. Staunen und Entspannen statt Adrenalin und Kraft. Imposante Wassermengen und ein Tempo, das runterfährt.
Zum Abschluss der Bootstour das Highlight: leicht schwankend und nah an den Rheinfall heran mit bisschen Rheinwasser zur Abkühlung.
Schon ging es wieder nach oben. Über die Römertreppe hinauf zum historischen Munot. Schritt für Schritt.
Dort begrüsste uns Andi in historisch angehauchter Kleidung. Der Gemahl der von der Stadt auserwählten Munotwächterin und Herr der Damhirsche. Ab der ersten Sekunde packte er die inzwischen müde Gruppe mit seiner Leidenschaft und Menschlichkeit.
Wir tauchten mit ihm in eine erzählerische Welt rund um die Aufgabe der Wächterfamilie und des Munots ein. Er brachte uns das Leben im Turm näher, den Alltag zwischen Verantwortung und Tradition.
Er führte uns durch Gänge, Rebhänge und enge Treppen, auf und ab. Auch Geschichten, die über die aktuelle Amtszeit hinaus und hunderte Jahre zurückreichen, wurden in den dicken Steinmauern plötzlich lebendig. Beeindruckt und gespannt hörten alle zu.
Eine ihrer wichtigsten Aufgaben ist eine uralte und bis heute lebendige Tradition, mit der sich die Schaffhauser Bevölkerung stark identifiziert: Das Munotglöggli wird jeden Abend von Hand geläutet. Ein Handwerk, das gelernt sein will.
Nach der Führung wartete oben auf der Zinne der herzlich angerichtete Apéro. Ein langer Tisch lud zum Verweilen ein. Die Abendstimmung war eingekehrt. Der Munötler wurde schnell zum Favoriten. Locker, laut und ehrlich.
Zum Abschluss das Dinner in der neuen Klosterhalle: genussvoll zusammensitzen, austauschen, diskutieren und über den Tellerrand des Arbeitsalltags blicken.
Ein wunderbar gepackter Tag mit dem RPG‑Team. Genau deshalb bleibt er hängen.















